Wörter mit -keit, -heit, -ung und -nis am Ende – für die Grundschule erklärt

Wörter mit -keit, -heit, -ung und -nis sind wichtige Nomen-Endungen im Deutschen. Sie bilden abstrakte Begriffe und können aus Verben oder Adjektiven entstehen. Lerne, wie man sie erkennt und welche Regeln gelten.

Inhaltsverzeichnis zum Thema Wörter mit -keit, -heit, -ung und -nis am Ende

Wörter mit -keit, -heit, -ung und -nis am Ende im Überblick

  • Substantive oder Nomen (Hauptwörter) werden im Deutschen immer großgeschrieben.
  • Die Wortart Nomen lässt sich daran erkennen, dass sie zusammen mit einem Artikel und einem Adjektiv (Wiewort) verwendet werden kann.
  • Manche Nomen haben außerdem bestimmte Endungen oder Nachsilben, wie z. B. -keit, -heit, -ung oder -nis.

  • Mit solchen Endungen oder Nachsilben können Nomen aus Verben oder Adjektiven gebildet werden, z. B. schreiben (Verb) → die Schreibung (Nomen) oder finster (Adjektiv) → die Finsternis (Nomen). Dieser Vorgang wird Nominalisierung oder Substantivierung genannt.

  • Nomen auf -keit, -heit und -ung sind immer weiblich (feminin). Nomen auf -nis können weiblich oder sächlich (neutrum) sein, z. B. die Wildnis, aber: das Geheimnis.

Wörter mit -keit, -heit, -ung und -nis am Ende: Lernvideo

Quelle sofatutor.com

Nomen im Deutschen mit Nachsilben bilden

Bestimmt hast du in der Grundschule schon von Wörtern mit -keit, -heit, -ung und -nis am Ende gehört. Diese Wörter gehören zu der Wortart Nomen bzw. Substantiv (Hauptwort) und werden immer großgeschrieben. Außerdem werden sie häufig mit einem Artikel oder einem Adjektiv (Wiewort) im Satz verwendet. Allerdings kommt es auch vor, dass diese zusätzlichen Wortarten nicht beim Nomen stehen. Dann kannst du darauf achten, wie das Nomen zusammengesetzt ist.

An den Wortteilen -keit, -heit, -ung und -nis am Ende der Nomen kannst du diese Wortart leicht erkennen. Solche Wortteile werden auch Endungen oder Nachsilben genannt. Die Endungen können sich mit anderen Wortarten verbinden, um daraus Nomen zu bilden. Diesen Vorgang nennen wir Nominalisierung oder Substantivierung.

Wörter mit -ung am Ende – Wanderung

Das Beispiel auf der Abbildung zeigt, wie aus dem Verb wandern das Nomen Wanderung entstanden ist. Wenn du aus einem Verb ein Nomen machen möchtest, streichst du die Endung -(e)n der Grundform, also des Infinitivs. Auf diese Weise erhältst du den Wortstamm und hängst die passende Endung an.

Infinitiv (Grundform) des Verbs Wortstamm Wortstamm + Endung
= Nominalisierung
schreiben schreib- die Schreibung
impfen impf- die Impfung
ergeben ergeb- das Ergebnis
hindern hinder- das Hindernis

Bestimmt ist dir aufgefallen, dass in dieser Tabelle nur die Endungen -ung und -nis stehen. Das liegt daran, dass nur diese beiden Nachsilben dafür gebraucht werden, um aus Verben Nomen zu bilden. Die Endungen -keit und -heit können sich nur mit Adjektiven verbinden.

Adjektiv Adjektiv + Endung Nominalisierung
heiter heiter + –keit die Heiterkeit
einsam einsam + –keit die Einsamkeit
freundlich freundlich + –keit die Freundlichkeit
krank krank + –heit die Krankheit
gesund gesund + –heit die Gesundheit
frei frei + –heit die Freiheit
finster finster + –nis die Finsternis
wild wild + –nis die Wildnis
geheim geheim + –nis das Geheimnis

Die Endung nis ist besonders, da sie sich sowohl mit Adjektiven als auch mit Verben verknüpfen lässt. Der Plural der Nomen auf nis wird mit der Endung nisse gebildet, z. B. die Geheimnisse.

Regeln zu den Wörtern mit -keit, -heit, -ung und -nis am Ende

Zu den Nomen auf -keit, -heit, -ung und -nis kannst du dir folgende Regeln merken:

  • Nomen mit den Endungen -keit, -heit, -ung und -nis sind oft abstrakt. Das bedeutet, dass sie Dinge, Gefühle oder Vorstellungen bezeichnen, die man nicht wie Objekte anfassen kann:

→ z. B. die Fröhlichkeit, die Freiheit, die Erkältung und das Geheimnis

  • Mit den Endungen -keit, -heit, -ung und -nis lassen sich Nomen aus Verben oder Adjektiven bilden. Dies wird Nominalisierung genannt.

→ z. B. finster– die Finsternis

  • Die Endung -ung kann nur nach Verben eingesetzt werden, während -keit und heit nur nach Adjektiven stehen:

→ z. B. heizen – die Heizung; empfindlich – die Empfindlichkeit; klug – die Klugheit

  • Die Endung -nis ist besonders, da sie sich sowohl mit Verben als auch mit Adjektiven verbinden lässt.

→ z. B. verzeichnen – das Verzeichnis; düster – die Düsternis

  • Die Nomen auf -keit, -heit und -ung sind immer weiblich, wohingegen die Endung -nis weibliche und sächliche Nomen abschließen kann.

→ z. B. die Heiterkeit, die Blindheit, die Erholung, die Besorgnis
aber: das Ergebnis

Quiz zu den Wörtern mit -keit, -heit, -ung und -nis am Ende

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