Personalpronomen im Deutschen – Funktion, Deklination und Beispiele

Erfahre, wie Personalpronomen im Satz Nomen ersetzen und welche Funktion sie haben. Entdecke die Deklination nach Numerus, Genus und Kasus sowie die vier Fälle der Personalpronomen. Auf sofatutor.com findest du alle wichtigen Informationen und Beispiele zu diesem Thema. Dies und vieles mehr findest du im folgenden Text!

Inhaltsverzeichnis zum Thema Personalpronomen

Personalpronomen im Überblick

  • Personalpronomen gehören zur Wortart der Pronomen, wie beispielsweise auch die Possessivpronomen oder Reflexivpronomen.
  • Als Stellvertreter ersetzen die Personalpronomen Nomen im Satz, deshalb werden sie auch als persönliche Fürwörter bezeichnet.
  • Je nach Numerus (Anzahl), Genus (Geschlecht) und Kasus (Fall) werden die Personalpronomen im Deutschen unterschiedlich gebildet (Deklination). Personalpronomen können also beispielsweise im Plural, im Genitiv und im Akkusativ vorkommen.
  • Die Personalpronomen im Nominativ sind ich, du, er, sie, es, wir, ihr sie.

Personalpronomen: Lernvideo

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Funktion und Verwendung der Personalpronomen

Im Deutschen gibt es zehn Wortarten. Die Pronomen bilden eine dieser Wortarten und können unterschieden werden in Personalpronomen, Reflexivpronomen, Possessivpronomen, Demonstrativpronomen, Indefinitpronomen, Interrogativpronomen und Relativpronomen. Schon in der Grundschule lernt man, Nomen durch Personalpronomen zu ersetzen. Die anderen Pronomenarten werden in der Regel in der weiterführenden Schule behandelt. 

Die Personalpronomen werden als Stellvertreter für Nomen im Satz eingesetzt, um Wortwiederholungen zu vermeiden. Wenn beispielsweise von einer Person bzw. einem Lebewesen die Rede ist, kann statt des Namens das Personalpronomen er, sie oder es eingesetzt werden. 

  • Die Lehrerin liest heute ein Gedicht vor. Dabei achtet die Lehrerin besonders auf die Betonung.
  • Die Lehrerin liest heute ein Gedicht vor. Dabei achtet sie besonders auf die Betonung.
Personalpronomen im Nominativ

Deklination der Personalpronomen

Nomen werden im Satz unterschiedlich eingesetzt: Sie können in der Einzahl oder Mehrzahl stehen (Numerus), sie haben ein unterschiedliches Geschlecht (Genus) und sie werden in verschiedenen Fällen verwendet (Kasus). 

Daraus ergibt sich die Vielzahl der Personalpronomen, die in der folgenden Übersicht nach Numerus und Person im Nominativ aufgelistet sind. 

1. Person Singular (ich) und Plural (wir)

Mit diesen Personalpronomen kannst du im Satz anzeigen, dass du über dich selbst (ich) oder über dich und eine Gruppe (wir) sprichst. Sie unterscheiden sich im Nominativ nur nach der Anzahl (Numerus) und nicht nach dem Geschlecht (Genus). 

  • Ich spiele heute Hockey. 
  • Wir treffen uns in der Schule.

2. Person Singular (du) und Plural (ihr

Mit diesen Personalpronomen sprichst du entweder eine Person direkt an (du) oder mehrere Personen (ihr). Auch hier wird im Nominativ nur nach Numerus unterschieden und nicht nach Genus. 

  • Du bist so klug. 
  • Ihr sprecht gut Englisch. 

3. Person Singular (er, sie, es) und Plural (sie)

Nur bei der 3. Person wird im Singular nach dem Geschlecht (Genus) unterschieden: Du setzt für männliche Nomen er ein, für weibliche Nomen sie und für sächliche Nomen es

  • Er bereitet den Salat vor. 
  • Sie repariert ihr Fahrrad.
  • Es frisst die Leckereien aus der Tierhandlung.

Im Plural hebt sich das Genus auf und alle Nomen werden durch sie ersetzt. 

  • Sie sitzen zusammen und lachen. 

Höflichkeitsform (Sie)

Die Personalpronomen du und ihr werden zur direkten Anrede von Menschen eingesetzt. Für Personen, zu denen eine formelle Beziehung besteht (z. B. Fremde oder Lehrpersonen), wird das Anredepronomen Sie verwendet. Es muss immer großgeschrieben werden.

  • Können Sie mir bitte helfen?
  • Wir möchten Sie etwas fragen.

Die vier Fälle der Personalpronomen

Personalpronomen werden im Nominativ, im Dativ, im Genitiv oder im Akkusativ eingesetzt. Je nach Stellung im Satz musst du die Form ändern. 

  • Steht das Personalpronomen im Nominativ, zeigt es das Subjekt des Satzes an. Es wird mit der Frage Wer oder was …? bestimmt.
    → Er sitzt auf dem Stuhl.
  • Der Genitiv wird heute eher selten verwendet. Meist wird er ersetzt durch eine Form mit Präposition:
    → Wir erinnern uns deiner. (Genitiv)
    → Wir erinnern uns an dich. (Ersatzform mit Präposition)
  • Das Personalpronomen im Dativ wird mit Wem …? erfragt.
    → Meine Mutter gibt euch den Schlüssel.
  • Den Akkusativ der Personalpronomen findet man mit der Frage Wen oder was …?
    Ich sehe mich im Spiegel an.

Personalpronomen im Deutschen (Tabelle)

Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ
Singular
1. Person ich meiner mir mich
2. Person du deiner dir dich
3. Person er, sie, es seiner, ihrer, seiner ihm, ihr, ihm ihn, sie, es
Plural
1. Person wir unser uns uns
2. Person ihr euer euch euch
3. Person sie ihrer ihnen sie

Manche Formen ähneln sich auf die Unterschiede sollte geachtet werden. 

  • Mit dir (Dativ) und ihr (Nominativ und Dativ) werden nicht ausschließlich Personen direkt angesprochen. Das ihr steht im Dativ auch für die weibliche Form in der 3. Person Singular. 
  • Die Formen in der 1. Person Plural und 2. Person Plural unterscheiden sich je nach Kasus oft nur leicht. Auch hier muss man aufpassen.
  • Der Unterschied zwischen Personalpronomen und Possessivpronomen (mein, dein, sein etc.) ist meist deutlich gegeben. Nur die Personalpronomen im Genitiv ähneln den Possessivpronomen.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Personalpronomen

Personalpronomen sind Pronomen, die stellvertretend für Nomen (er, sie, es)  eingesetzt werden können. Auch werden sie für Aussagen, die die eigene Person betreffen (ich, wir), und für die Ansprache von anderen (du, ihr) verwendet.

Im Nominativ heißen die Personalpronomen ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie. Mit du und ihr kannst du beispielsweise jemanden direkt ansprechen: Hilfst du mir?

Personalpronomen werden außer am Satzanfang in der Regel kleingeschrieben. Nur das Höflichkeitspronomen Sie wird großgeschrieben.

Personalpronomen sind in der Regel Stellvertreter für Nomen oder werden für Angaben zur eigenen Person oder zur Ansprache anderer eingesetzt. Mit Possessivpronomen wird ein Besitzverhältnis näher beschrieben (z. B. mein Schlüssel).

Mit Personalpronomen kannst du in der Regel die Wiederholung von Nomen vermeiden, indem du das Nomen mit dem entsprechenden Personalpronomen ersetzt.

Die Personalpronomen in der 3. Person Singular und Plural erkennst du daran, dass sie für ein Nomen stehen (z. B. ich, du, er, sie). In der 1. und 2. Person werden sie für die direkte Ansprache (z. B. du, ihr) und für die Wiedergabe eigener Angaben (z. B. ich, wir) eingesetzt.

Betonte Personalpronomen gibt es in anderen Sprachen, beispielsweise im Spanischen.

Da die Personalpronomen, wie andere Wortarten ebenfalls, in einem der vier Fälle stehen, kannst du die Fragewörter für die Fälle anwenden. Personalpronomen im Nominativ findest du beispielsweise mit der Frage Wer oder was …?.

Ja, das Personalpronomen uns kommt im Dativ und im Akkusativ vor.

Ein Personalpronomen wird für Eigenangaben (z. B. ich, wir), für die direkte Ansprache von Personen (z. B. du, ihr) und für den Ersatz von Nomen (z. B. er für der Tisch) verwendet.

Da die Personalpronomen in den vier verschiedenen Fällen vorkommen, ist es von Vorteil, sich den Überblick über die verschiedenen Formen einzuprägen.

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