Adverbien – Definition, Erklärung und Beispiele

Erfahre, wie Adverbien genaue Angaben zu einem Umstand machen und wo, wann, auf welche Art und Weise oder warum etwas geschieht. Finde heraus, worauf es bei den vier Arten von Adverbien ankommt und wie sie gesteigert werden können. Dies und vieles mehr findest du im folgenden Text!

Inhaltsverzeichnis zum Thema Adverbien

Adverbien im Überblick

  • Das Adverb ist eine Wortart in der deutschen Sprache.
  • Adverbien machen einfach erklärt genauere Angaben zu einem Umstand, einem Ereignis oder einer Handlung.
  • Alle Adverbien bestehen nur aus einem einzigen Wort.
  • Fast immer werden Adverbien kleingeschrieben. Sie sind zudem meist nicht veränderbar, sie können also nicht flektiert werden.
  • Adverbien werden auf Deutsch auch Umstandswörter genannt, weil sie einen Umstand näher beschreiben. Sie geben an, wo, wann, auf welche Art und Weise oder aus welchem Grund etwas geschieht.
Adverbien: Lernvideo

Quelle sofatutor.com

Was sind Adverbien?

Adverbien geben genauere Angaben zu einem Umstand, einem Ereignis oder einer Handlung. Sie werden auch Umstandswörter genannt und beschreiben, wo, wann, auf welche Art und Weise oder aus welchem Grund etwas geschieht. Da es zu den wichtigen Wortarten gehört, wird das Adverb häufig in der Grundschule behandelt.

Ein Adverb besteht immer nur aus einem Wort und wird meist kleingeschrieben. Manche Adverbien können gesteigert werden, die meisten sind jedoch nicht veränderbar.

Im Satz stehen Adverbien meistens bei dem Verb (Tunwort), auf das sie sich beziehen. Sie können aber auch nähere Informationen zu Adjektiven (Wiewörtern), anderen Adverbien oder ganzen Sätzen geben.

Arten von Adverbien – Bedeutung und Liste mit Beispielen

Es gibt vier Arten von Adverbien: Adverbien des Ortes, Adverbien der Zeit, Adverbien der Art und Weise und Adverbien des Grundes.

Arten von Adverbien Welche Funktion haben diese Adverbien? Fragewörter Beispiele für Adverbien
Adverbien des Ortes
(Lokaladverbien)
Adverbien des Ortes beschreiben, wo etwas geschieht. Wo?
Woher?
Wohin?
hier, dort, unten, oben, außen, nebenan, überall
Adverbien der Zeit
(Temporaladverbien)
Adverbien der Zeit beschreiben, wann etwas geschieht. Wann?
Bis wann?
Seit wann?
Wie lange?
Wie oft?
immer, nie, regelmäßig, wöchentlich, montags
Adverbien der Art und Weise
(Modaladverbien)
Adverbien der Art und Weise beschreiben, wie etwas geschieht. Auf welche Art und Weise?
Wie?
gerne, fast, wirklich, sehr
Adverbien des Grundes
(Kausaladverbien)
Adverbien des Grundes beschreiben, warum etwas geschieht. Aus welchem Grund?
Weshalb?
Warum?
Wieso?
darum, demzufolge, dadurch, deshalb

In der folgenden Liste sind Adverbien in Beispielsätzen aufgeführt:

  • Die Sterne leuchten überall. (Lokaladverb)
  • Am Wochenende schlafe ich immer aus. (Temporaladverb)
  • Ich spiele gerne mit meinem Hund. (Modaladverb)
  • Deshalb bin ich froh, dass ein Park in unserer Straße ist. (Kausaladverb)

Auf dieser Abbildung sind die verschiedenen Arten von Adverbien noch einmal zusammengefasst.

Arten von Adverbien mit Beispielen

Adverbien steigern

Einige Adverbien können gesteigert werden. Die folgende Liste enthält jeweils ein Adverb und seine Steigerungsformen:

  • spät, später, am spätesten
  • häufig, häufiger, am häufigsten
  • wohl, wohler, am wohlsten

Die meisten Adverbien sind jedoch nicht veränderbar.

Was ist der Unterschied zwischen Adjektiven und Adverbien?

Adjektive und Adverbien sind Wortarten, die nähere Information zu etwas liefern. Der Unterschied zwischen Adverbien und Adjektiven besteht darin, worauf sie sich beziehen.

  • Adjektive beschreiben ein Nomen (Namenwort) genauer.

Beispiel: Ich habe einen grünen Ball.

  • Adverbien beschreiben einen Umstand und stehen meist bei dem Verb (Tunwort), auf das sie sich beziehen. Sie können aber auch ein Adjektiv (Wiewort) oder einen ganzen Satz näher beschreiben. 

Beispiel: Ich spiele gerne mit meinem Ball.

Das Adverb als Attribut und als adverbiale Bestimmung

Adverbien können als Attribut verwendet werden oder eine adverbiale Bestimmung bilden.

Adverbiale Bestimmungen sind Satzglieder. Sie können an verschiedenen Positionen innerhalb eines Satzes stehen.

Attribute sind keine eigenständigen Satzglieder, sondern Beifügungen. Als Teil eines Satzglieds sind sie mit dem Satzgliedkern verbunden und können daher nicht beliebig innerhalb eines Satzes verschoben werden. Sie stehen immer vor dem Nomen, auf das sie sich beziehen.

Unterschied Adverbiale Bestimmung Attribut

Häufig gestellte Fragen zum Thema Adverbien

Ein Adverb gibt zusätzliche Informationen darüber, wo, wann, auf welche Art und Weise und warum etwas geschieht. Du kannst sie durch die entsprechenden Fragewörter (Wo? / Wann? / Auf welche Art und Weise? / Warum?) erfragen.

Adverbien beschreiben einen Umstand genauer, sie werden deshalb auch Umstandswörter genannt.

Adverbien benutzt man, um genauere Informationen darüber zu geben, wo, wann, auf welche Art und Weise oder warum etwas geschieht.

Adverbiale Bestimmungen können zum Beispiel mit den folgenden W-Fragen erfragt werden: Wo? Wann? Auf welche Art und Weise? Warum?

Einige Adjektive können in einem Satz wie ein Adverb verwendet werden. Sie bleiben weiterhin Adjektive, übernehmen aber die gleiche Funktion, die ein Adverb in dem Satz erfüllen würde.

Ein Adjektiv bleibt stets ein Adjektiv, es kann jedoch adverbial verwendet werden und in diesem Fall die Funktion eines Adverbs im Satz erfüllen.

Adverbien stehen meistens bei dem Verb, zu dem sie Informationen geben.

Adverbien sind in der Regel nicht veränderbar und müssen daher meist nicht angepasst werden.

Die Pluralform von Adverb ist Adverbien, nicht Adverben.

Ein Adverbial gibt dir zusätzliche Informationen über eine Handlung oder ein Ereignis. Es gibt adverbiale Bestimmungen des Ortes, der Zeit, der Art und Weise und des Grundes.

Beispiele für Adverbien sind unten (Lokaladverb), dienstags (Temporaladverb), gerne (Modaladverb) und deshalb (Kausaladverb).

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