Vorgangsbeschreibung in Deutsch – Definition, Aufbau und Beispiele

Eine Vorgangsbeschreibung informiert sachlich über Abläufe wie Bauanleitungen, Rezepte oder Spielregeln. Mit klaren Schritten in Einleitung, Hauptteil und Schluss erleichtert sie das Verstehen und Nachmachen. Entdecke wichtige Tipps und Beispiele für gelungene Vorgangsbeschreibungen!

Inhaltsverzeichnis zum Thema Vorgangsbeschreibung

Vorgangsbeschreibung im Überblick

  • Eine Vorgangsbeschreibung enthält sachliche und präzise Informationen zum Ablauf eines Vorgangs.
  • Es gibt verschiedene Formen, Vorgänge zu beschreiben. Eine Vorgangsbeschreibung kann eine Bau- oder Bastelanleitung sein, eine Bedienungsanweisung oder eine Spielbeschreibung. Eine besondere Form von Vorgangsbeschreibung ist das Rezept, das meist mit einer Kochaktion in der Grundschule oder weiterführenden Schule konkret umgesetzt wird.
  • Eine Vorgangsbeschreibung besteht aus einer Einleitung, einem Hauptteil und einem Schlussteil.
  • Beim Schreiben einer Vorgangsbeschreibung sind folgende Merkmale wichtig: eine sachliche Beschreibungsform, die Wiedergabe der exakten Reihenfolge von Handlungsschritten, die Formulierung kurzer Sätze zur vereinfachten Umsetzung sowie das Präsens als Zeitform.
Vorgangsbeschreibung: Lernvideo

Quelle sofatutor.com

Vorgangsbeschreibung – Definition

Die Vorgangsbeschreibung ist eine Textform, die möglichst sachlich und präzise über einen Vorgang informiert. Die Sätze sollten nachvollziehbar geschrieben werden, damit die Adressatin oder der Adressat mithilfe der Beschreibung einen Vorgang ausführen und zu einem Ergebnis gelangen kann.

Es gibt verschiedene Formen der Vorgangsbeschreibung, die als Klassenarbeit in der Schule und auch im alltäglichen Leben ihren Einsatz finden.

  • Beim Aufbau eines neuen Möbelstücks kommt eine Bauanleitung zum Einsatz.
  • Wird ein neues Spiel gespielt, stehen die Regeln und Vorgänge in einer Spielanleitung
  • Kaufst du ein neues Elektrogerät, zeigt die Bedienungsanleitung auf, wie es funktioniert. 
  • Um etwas zu basteln, benötigst du oft eine Bastelanleitung, die alle notwendigen Schritte genau darstellt. 
  • Zum Kochen eines neuen Gerichts nutzt du häufig ein Rezept, das neben dem Kochvorgang auch die benötigten Zutaten auflistet. 
  • Bei der Durchführung eines Experiments solltest du die Experimentieranleitung sehr genau durchführen. 
  • Handlungsanweisungen zeigen auf, in welcher Reihenfolge du etwas durchführst, beispielsweise eine Schnitzeljagd.

Oft wird eine Vorgangsbeschreibung mit Bildern begleitet, um die einzelnen Schritte noch genauer darzustellen.

Kochrezept als Vorgangsbeschreibung

Wie schreibt man eine gute Vorgangsbeschreibung?

Eine erfolgreiche Vorgangsbeschreibung folgt der üblichen Dreiteilung eines Textaufbaus: Einleitung, Hauptteil und Schluss. Außerdem sollten einige Merkmale der Vorgangsbeschreibung beachtet werden.

Vorgangsbeschreibung – Aufbau

Die Überschrift zeigt auf, um welche Vorgangsbeschreibung es sich handelt, beispielsweise Spielanleitung Fang den Hut oder Backrezept Kokostörtchen.

Auf die Überschrift folgt die Einleitung, die das Thema der Vorgangsbeschreibung in ein oder zwei Sätzen kurz beschreibt. In der Einleitung werden ebenfalls benötigte Materialien (Spiel-, Bau-, Bastel-, Experimentieranleitung) oder Zutaten (Koch- oder Backrezept) aufgelistet.

Im Hauptteil der Vorgangsbeschreibung werden die einzelnen Arbeitsschritte präzise und in der gegebenen Reihenfolge formuliert. Dabei solltest du einige Merkmale der Vorgangsbeschreibung beachten, die in der Checkliste im nächsten Abschnitt zusammengefasst sind.

Im Schlussteil der Vorgangsbeschreibung wird vor allem auf das Ergebnis des Kochens, des Bastelns, des Zusammenbauens etc. eingegangen. Häufig wird gezeigt, wie das Ergebnis im Idealfall aussieht. Auch werden teilweise Alternativen zum Vorgang aufgezeigt und was bei einem nicht zufriedenstellenden Endergebnis getan werden kann.

Vorgangsbeschreibung – Merkmale und Tipps

Bei jeder Vorgangsbeschreibung sind die Einhaltung der Reihenfolge und die präzise Beschreibung der Handlungsschritte wichtig, damit die Adressatin oder der Adressat den Vorgang eigenständig durchführen kann. 

Darüber hinaus gilt es, weitere Merkmale zu beachten, die du in der folgenden Checkliste findest:

Merkmal der Vorgangsbeschreibung Erläuterung
Vorbereitung Vor dem Schreiben einer Vorgangsbeschreibung ist es empfehlenswert, den Vorgang selbst einmal durchzuführen. Falls dies nicht möglich ist, sollten alle Schritte sehr genau überlegt werden.
Reihenfolge Um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erhalten, ist die richtige Darstellung der Reihenfolge zentral.
präzise Formulierung Für die erfolgreiche Umsetzung des Vorgangs sind präzise Formulierungen hilfreich: Nutze genaue Fachbegriffe, möglichst kurze Sätze, passende Verben und keine Füllwörter (z. B. umschreibende Adjektive).
Zeitform Die Vorgangsbeschreibung wird im Präsens formuliert.
abwechslungsreiche Satzanfänge Um die ständige Wiederholung der Konjunktion dann zu vermeiden, sollten abwechslungsreiche Satzanfänge eingesetzt werden. Beispiele dafür sind: zuerst, zuletzt, zunächst, danach, nachdem, im Anschluss und daraufhin.
einheitliche Ansprache In der Regel formulierst du die Sätze einer Vorgangsbeschreibung mit der Ansprache du, ihr, Sie oder man. Entscheide dich zu Beginn für eine Form und verwende diese durchgehend.
Aussageweise Neben dem Indikativ (Wirklichkeitsform) wird bei einer Vorgangsbeschreibung auch oft der Imperativ (Befehlsform) eingesetzt.
Material-/Zutatenliste Werden für die Vorgangsbeschreibung Materialien oder Zutaten benötigt, führst du diese zu Beginn übersichtlich auf – wenn möglich in der Reihenfolge ihres Einsatzes.
Verständlichkeit Am Ende ist es sinnvoll, die Verständlichkeit der einzelnen Schritte noch einmal zu überprüfen. Sind die Sätze für jede Adressatin und jeden Adressaten klar formuliert?

Häufig gestellte Fragen zum Thema Vorgangsbeschreibung

Beispiele für Vorgangsbeschreibungen sind Rezepte zum Kochen oder Backen, Bastelanleitungen, Spieleanweisungen, Bau- und Gebrauchsanweisungen sowie Handlungsabläufe.

Im Schlussteil der Vorgangsbeschreibung wird meist auf den Abschluss des Vorgangs eingegangen, beispielsweise auf das fertiggestellte Produkt, auf alternative Durchführungsmöglichkeiten und Schwierigkeiten bei der Umsetzung.

Vorgänge können sehr unterschiedlich sein: Es kann beispielsweise etwas erbaut, zusammengesetzt oder vermischt werden. Ein Vorgang besteht aus mehreren Handlungsschritten, die in der richtigen Reihenfolge durchgeführt werden müssen. Vorgänge können zum Beispiel natürlich, technisch, handwerklich, chemisch etc. sein.

Mithilfe einer Vorgangsbeschreibungen kannst du einen Vorgang präzise und genau beschreiben. Die Adressatin oder der Adressat kann damit den Vorgang eigenständig durchführen.

Nach der Überschrift leitest du in den Vorgang mit ein oder zwei Sätzen ein und nennst das benötigte Material bzw. die Zutaten. Daran schließt du im Hauptteil die Aufzählung der einzelnen Schritte an. Im Schlussteil gehst du auf das Ergebnis der Vorgangsbeschreibung ein.

Vorgangsbeschreibungen finden sich überall im täglichen Leben als Bau- oder Bastelanleitung, als Koch- oder Backrezept, als Experimentier- und Handlungsanweisung.

Bevor man eine Vorgangsbeschreibung beginnt, ist es ratsam, den Vorgang selbst einmal durchzuführen. Falls das nicht möglich ist, sollte jeder Schritt gut überlegt werden.

Bei einer Vorgangsbeschreibung bestimmt die Vorgangsart die genaue Form des Vorgangs. Du kannst beispielsweise zwischen einem Experiment, einem Bastelvorgang oder einer Kochzubereitung unterscheiden.

Jede Vorgangsbeschreibung besteht aus einer Einleitung, in der die benötigten Materialien oder Zutaten aufgezählt werden. Darauf folgt der Hauptteil mit der präzisen Beschreibung Schritt für Schritt. Im Schlussteil wird in der Regel auf das Ergebnis näher eingegangen.

Die Vorgangsbeschreibung wird im Präsens formuliert.

Wichtige, zu beachtende Merkmale einer Vorgangsbeschreibung sind die Einhaltung der Reihenfolge, die präzise Formulierung, die sachliche Beschreibungsform, abwechslungsreiche Satzanfänge und die Verwendung einer einheitlichen Anspracheform.

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