Satzanalyse in Deutsch – Satzglieder kennen, Satzbau analysieren

Erfahre, wie Subjekt, Prädikat, Objekte und adverbiale Bestimmungen die Satzstruktur beeinflussen. Mit Beispielen und Analysetipps lernst du, Sätze zu entschlüsseln. Dies und vieles mehr findest du im folgenden Text!

Inhaltsverzeichnis zum Thema Satzanalyse

Satzanalyse im Überblick

  • Die Untersuchung von Sätzen kann helfen, den Inhalt des Satzes und seine Funktion besser zu verstehen. Außerdem gibt die Analyse des Satzbaus Einblicke in die Stellung der Satzglieder und ihr Zusammenwirken.

  • Für die Satzanalyse sollte man die vorherrschenden Satzgliedarten kennen: Subjekt, Prädikat, Objekte und adverbiale Bestimmungen.
  • Weitere Elemente, die bei der Formanalyse der Syntax, der Lehre vom Bau des deutschen Satzes, eine Rolle spielen, sind beispielsweise die Art der Sätze (Aussagesatz, Fragesatz, Ausrufesatz) und die Art der Zusammensetzung von mehreren Satzteilen (Satzgefüge, Satzreihe).
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Grundlage der Satzstruktur im Deutschen – die Satzglieder

Satzglieder sind die Bausteine des Satzes. Die syntaktischen Elemente des Satzbaus sind im Deutschen durch Grammatikregeln eindeutig festgelegt. Mithilfe dieser Grammatikregeln lässt sich die Satzstellung im Deutschen vom einfachen Satzbau bis zum hochkomplexen Satz erklären. 

Wortarten bezeichnen die einzelnen Elemente der Sprache. Die Wortanalyse zeigt, dass jedes Wort einer Wortart zugeordnet werden kann. Bildet man nun aus einzelnen Wörtern Sätze auf Deutsch, müssen die Wörter auf der Ebene der Satzglieder (Funktion im Satz) betrachtet werden. 

Wortarten und Satzglieder unterscheiden zu können, ist wichtig: 

  • Wortarten sind die einzelnen Elemente unserer Sprache. Es werden zehn verschiedene Wortarten (z. B. Nomen, Adjektiv, Verb, Präposition) unterschieden.
  • Satzglieder sind die Elemente eines Satzes. Als Satzglieder gibt es das Subjekt, das Prädikat, das Objekt und die adverbiale Bestimmung

In der folgenden Übersicht siehst du Beispielsätze zu den einzelnen Satzgliedern.

Satzglied Beispiel
Subjekt Das Fahrrad steht an der Mauer.
Prädikat Die Katze schleicht um das Haus.
Objekt Ich esse einen leckeren Apfel.
Adverbiale Bestimmung Morgen früh sehen wir uns.

Satzglieder bestimmen

Da Satzglieder aus mehreren Wörtern bestehen können, ist es wichtig, anhand der Umstellprobe die einzelnen Satzglieder im Satz herauszufinden. Dafür wird die Satzstellung des Satzes geändert. Wörter, die stets zusammenbleiben, bilden ein Satzglied

  • Unsere Klasse veranstaltet heute ein Konzert in der Aula
  • Heute veranstaltet unsere Klasse in der Aula ein Konzert
  • In der Aula veranstaltet unsere Klasse heute ein Konzert.

Die Beispiele für die Änderung der Stellung der Satzglieder zeigen, dass in diesem Satz ein Subjekt (unsere Klasse), ein Prädikat (veranstaltet), ein Akkusativobjekt (ein Konzert), eine adverbiale Bestimmung der Zeit (heute) und eine adverbiale Bestimmung des Ortes (in der Aula) vorkommen.

Satzglieder bestimmen

Quelle sofatutor.com

Doch wie kann man nun zum Beispiel Subjekt, Prädikat, Objekt eindeutig bestimmen? Hierbei können Fragen helfen, beispielsweise eine Frage nach dem Prädikat oder nach dem Subjekt. Die Fragen nach dem Objekt und der adverbialen Bestimmung unterscheiden sich je nach Art (z. B. Frage nach dem Genitivobjekt).

Satzglied Frage
Subjekt Wer oder was?
Prädikat Was tut das Subjekt? Was passiert?
Akkusativobjekt Wen oder was?
Dativobjekt Wem?
Genitivobjekt Wessen?
Präpositionalobjekt (zum Beispiel mit dem Fahrrad) Präposition + Fragewort (z. B. Mit wem?)
adverbiale Bestimmung der Zeit Wann? Wie lange? etc.
adverbiale Bestimmung des Ortes Wo? Wohin? etc.
adverbiale Bestimmung der Art und Weise Wie? Auf welche Art? etc.
adverbiale Bestimmung des Grundes Warum? Weshalb? etc.

Mithilfe dieser Fragen kann man Sätze analysieren. Manche Satzglieder sind nicht ganz einfach zu bestimmen.

  • Das Präpositionalobjekt kann beispielsweise der adverbialen Bestimmung des Ortes ähneln. Folgender Tipp unterstützt bei der Unterscheidung: Das Präpositionalobjekt kann nur mit der Präposition erfragt werden. 
  • Insgesamt kann man Objekte als Satzglieder einfach bestimmen: Objekte geben wichtige Informationen, auf die in der Regel nicht verzichtet werden kann. Adverbiale Bestimmungen sind Zusatzinformationen
  • Sätze mit Genitivobjekt kommen in unserer heutigen Sprache nicht mehr so oft vor. Folgender Beispielsatz mit Genitivobjekt zeigt die Anwendung der Frage Wessen?Ich nehme mich der Katze an. – Wessen nehme ich mich an? – Der Katze.

Weitere Elemente der Satzanalyse

Neben den Satzgliedern sind bei der Satzanalyse weitere Elemente wichtig, beispielsweise die Satzart oder die Form der Verbindung von mehreren Satzteilen. 

Als Satzarten gibt es Aussagesätze, Fragesätze und Ausrufesätze. Die Satzart gibt einen wichtigen Aufschluss über die Satzstellung: Aussagesätze erfordern beispielsweise eine andere Satzstellung als Fragesätze. 

Die Form der Verbindung einzelner Satzteile zeigt an, ob es sich um einen einzelnen Hauptsatz, eine Satzreihe (zwei Hauptsätze) oder ein Satzgefüge (hypotaktischer Satzbau mit untergeordnetem Nebensatz) handelt. 

  • Ein Satz mit dass signalisiert beispielsweise, dass es sich um ein Satzgefüge handelt und das Prädikat im Nebensatz am Satzende steht. 
  • Ein Satz mit um zu zeigt wiederum an, dass der Nebensatz kein Subjekt enthält.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Satzanalyse

Der Satzbau ist im Deutschen genau festgelegt und gibt an, wie die Satzglieder im Satz stehen. Um einen vollständigen Satz zu bilden, wird in der Regel mindestens ein Subjekt und ein Prädikat gebraucht.

Als Satzglieder gibt es im Deutschen das Subjekt und das Prädikat sowie verschiedene Formen von Objekten und adverbialen Bestimmungen.

Die Frage nach dem Prädikat lautet: Was passiert? Was tut das Subjekt?

Das Subjekt im Satz ist der Satzgegenstand, der angibt, wer oder was etwas tut.

Die Frage nach dem Genitivobjekt lautet Wessen?.

Objekte geben weitere wichtige Informationen zum Satzgegenstand (Subjekt) und der Satzaussage (Prädikat). Es ist eine Satzergänzung.

Das Subjekt ist der Satzgegenstand und gibt an, wer oder was etwas tut. Das Prädikat ist die Satzaussage und zeigt, was passiert oder was jemand tut.

Bei der Satzanalyse untersuchst du Sätze. Du kannst sie beispielsweise nach Satzgliedern aufteilen, ihre Satzart bestimmen und untersuchen, aus wie vielen Teilsätzen sie bestehen.

Ein vollständiger Satz besteht aus einem Subjekt und einem Prädikat. Diese zwei Satzglieder werden als Satzkern beschrieben, da alle anderen Satzglieder als Ergänzungen beigefügt werden. Satzkerne sind beispielsweise: Er spielt. Die Kinder lachen. Der Hund schläft.

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