Die Zeitform Perfekt im Überblick

  • Die Zeitform Perfekt weist auf eine abgeschlossene Handlung in der Vergangenheit hin.
  • Verwendung der Zeitform Perfekt: Wenn Menschen mündlich erzählen, was geschehen ist, benutzen sie in der Regel das Perfekt.
  • Perfekt bilden – schnell erklärt: Das Perfekt wird aus einem der Hilfswörter haben oder sein sowie dem Partizip II eines Vollverbs gebildet.

Perfekt Zeitform: Lernvideo

Quelle sofatutor.com

Die Zeitform Perfekt im Deutschen – Definition

Wer die Zeitform (Tempus) Perfekt benutzt, weist darauf hin, dass das Erzählte in der Vergangenheit liegt. Eine andere Bezeichnung für die Zeitform Perfekt ist vollendete Gegenwart. Damit wird aufgezeigt, dass sich das Perfekt teilweise auf Geschehnisse bezieht, die sich erst vor kurzer Zeit ereignet haben.

Die Bedeutung der Zeitform Perfekt

Wer mit einer Freundin oder einem Freund telefoniert und erzählt, was zum Beispiel im Urlaub, in der Schule oder am Tag geschehen ist, wählt in der Regel die Zeitform Perfekt. 

  • Dann heißt es nicht: Ich schwamm im großen See. Da sah ich einen dicken Fisch. Er schillerte grün und blau. 
  • Stattdessen werden die Sätze im Perfekt erzählt: Ich bin im großen See geschwommen. Da habe ich einen dicken Fisch gesehen. Er hat grün und blau geschimmert.

Wer also mündlich erzählt, was geschehen ist, nutzt meist die Zeitform Perfekt. Außerdem wird das Perfekt eingesetzt, wenn das Vergangene noch Auswirkungen auf die Gegenwart hat oder noch nicht abgeschlossen ist.

Beispiele für die Zeitform Perfekt

Es folgen Beispielsätze im Perfekt:

  • Gestern bin ich in die Buchhandlung gegangen. Dort habe ich einen spannenden Fantasyroman gekauft.
  • Als wir am Montag in den Kletterpark gefahren sind, haben wir zuerst ein Eis gegessen.
  • Während ich den Hund gestreichelt habe, hat er meine Hände geleckt.

Die Bildung der Zeitform Perfekt

Wie bildet man das Perfekt? Die Erklärung der Perfekt-Regeln und Perfekt-Formen ist einfach. Schon in der Grundschule gibt es eine erste Einführung in die Zeitform des Perfekts.

  1. Das Perfekt benötigt ein Vollverb im Partizip Perfekt. Dies wird auch Partizip II genannt.
  2. Außerdem kommen beim Perfekt die Hilfsverben haben oder sein zum Einsatz.
Beispielsätze mit „haben“ und „sein“ in der Zeitform Perfekt

Partizip Perfekt in der Zeitform Perfekt

Um das Perfekt zu bilden, ist also ein Vollverb im Partizip Perfekt nötig.

  • Gestern bin ich in die Buchhandlung gegangen. Dort habe ich einen spannenden Fantasyroman gekauft.
  • Als wir am Montag in den Kletterpark gefahren sind, haben wir zuerst ein Eis gegessen.
  • Während ich den Hund gestreichelt habe, hat er meine Hände geleckt.

Im Partizip Perfekt beginnen Verben meist mit der Vorsilbe ge-. Sie  enden oft mit –t oder –en.

  • gehen gegangen
  • kaufen gekauft
  • fahren gefahren
  • essen gegessen
  • streicheln gestreichelt
  • lecken – geleckt

Hilfsverben in der Zeitform Perfekt

Wie du an den Beispielsätzen oben siehst, enthalten sie die Hilfsverben haben oder sein. Diese stehen in der Gegenwart und müssen an die Person angepasst werden.

  • Gestern bin ich in die Buchhandlung gegangen. Dort habe ich einen spannenden Fantasyroman gekauft.
  • Als wir am Montag in den Kletterpark gefahren sind, haben wir zuerst ein Eis gegessen.
  • Während ich den Hund gestreichelt habe, hat er meine Hände geleckt.
Person Hilfsverben haben Hilfsverb sein
ich habe bin
du hast bist
er/sie/es hat ist
wir haben sind
ihr habt seid
sie haben sind

Das Vollverb bestimmt, ob es das Hilfsverb sein oder haben braucht. Beschreibt das Vollverb einen Zustand wie zum Beispiel hungern , eine Zustandsveränderung wie zum Beispiel aufwachen oder eine Bewegung wie zum Beispiel laufen , wird das Hilfsverb sein eingesetzt. Ansonsten wird das Hilfsverb haben verwendet.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Perfekt (Zeitform)

Das Perfekt ist eine Zeitform, die häufig im Mündlichen gewählt wird, wenn wir über Handlungen sprechen, die bereits vorbei und abgeschlossen sind oder noch Auswirkungen auf die Gegenwart haben.

Ein Beispiel für das Perfekt ist: Du bist den ganzen Weg lang wie der Blitz gerannt.

Perfekt stammt aus dem Lateinischen von perfectus ab, was vollkommen oder vollendet heißt.

Die Zeitform Perfekt wird auch vollendete Gegenwart genannt.

Das Perfekt weist auf eine abgeschlossene Handlung hin, die in der Vergangenheit liegt, aber noch Auswirkungen auf die Gegenwart haben kann.

Die Zeitform Perfekt liegt in der Vergangenheit, oft nahe an der Gegenwart.

Die Zeitform Perfekt wird immer aus zwei Verben gebildet, einem Hilfsverb und einem Vollverb.

Ein Beispiel für einen geschriebenen Satz im Perfekt lautet: Ich bin heute zu spät in die Schule gekommen und der Lehrer hat es nicht gemerkt.

Das Perfekt kommt vor allem im Mündlichen zum Einsatz, also wenn wir etwas erzählen.

Jede Perfektform wird mit einem der Hilfsverben eingesetzt. Dabei bleiben die Hilfsverben haben und sein in der Gegenwartsform und werden an die Person angepasst.