Der Vergleich als Stilmittel – Definition, Wirkung und Beispiele

Ein Vergleich verknüpft zwei Begriffe und stellt sie einander gegenüber. Erfahre, wie man Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Personen, Tieren oder Gegenständen darstellt. Erkenne Vergleiche an Signalwörtern wie „als“ und „wie“.

Inhaltsverzeichnis zum Thema Vergleich als Stilmittel

Der Vergleich als Stilmittel im Überblick

  • Ein Vergleich ist ein sprachliches Stilmittel, in dem zwei Begriffe miteinander verknüpft und verglichen werden. Mindestens zwei Gegenstände, Personen, Eigenschaftswörter, Bilder oder Ereignisse werden dafür in einen inhaltlichen Zusammenhang gebracht.

  • Die Bezeichnung bildhafter Vergleich für das Stilmittel macht deutlich, dass ein Vergleich bei den Lesenden oder Zuhörenden Bilder und Assoziationen hervorruft.

  • In einem Text kannst du Vergleiche oft an den Signalwörtern als und wie erkennen.

  • Vergleiche werden häufig im Alltag verwendet. Als rhetorisches Stilmittel kommt der Vergleich jedoch auch in der Lyrik und in anderen literarischen Texten vor.

  • Anders als viele andere sprachliche Stilmittel wird der Vergleich als Stilmittel im Deutschen nicht mit einem speziellen Fachbegriff bezeichnet. Sowohl der alltägliche Vergleich zweier Personen oder Gegenstände als auch der Vergleich als Stilmittel in einem Gedicht werden mit dem gleichen Begriff benannt.

Vergleich als Stilmittel Video

Quelle sofatutor.com

Was ist ein Vergleich als Stilmittel?

Ein Vergleich verbindet zwei Begriffe miteinander und stellt sie einander gegenüber. Dabei können zum Beispiel Personen, Tiere, Gegenstände, Eigenschaftswörter, Bilder oder Ereignisse miteinander in Beziehung gesetzt werden.

Du kannst Vergleiche häufig an den Signalwörtern als und wie erkennen.

Wird der Vergleich als Stilmittel mit wie gebildet, wird eine Ähnlichkeit zwischen den beiden Vergleichsobjekten dargestellt.

Beispiel: Lola ist so stark wie ein Tiger.

Bildest du einen Vergleich als Stilmittel ohne wie und stattdessen mit dem Signalwort als, drückst du einen Unterschied zwischen den beiden Vergleichsobjekten aus.

Beispiel: Lola ist stärker als ihre Schwester.

 

Welche Arten von Vergleichen gibt es?

Es gibt zwei Arten von Vergleichen, die sich darin unterscheiden, ob zum Beispiel zwei Menschen, zwei Gegenstände oder beispielsweise ein Mensch und ein Tier miteinander verglichen werden. 

  • In einem homogenen Vergleich werden zwei Begriffe aus der gleichen Kategorie miteinander verglichen, zum Beispiel zwei Menschen oder zwei Tiere.

Beispiel: Ein Hase ist größer als ein Marienkäfer.

  • In einem heterogenen Vergleich werden zwei Begriffe aus unterschiedlichen Kategorien miteinander verglichen, beispielsweise ein Mensch und ein Tier.

Beispiel: Sina ist langsamer als ein Leopard.

 

Wie wirkt ein Vergleich?

Die Funktion des Stilmittels Vergleich kann je nach Art der Verwendung unterschiedlich sein.

Funktion Beispiel
Aufzeigen von Gemeinsamkeiten Tom backt genauso gern wie seine Oma.
Darstellung von Unterschieden Beim Backen ist Tom oft stürmischer als seine Oma.
Bessere Vorstellung von beschriebenen Charakteren oder Gegenständen Der Kuchen, den Tom und seine Oma gebacken haben, sieht aus wie ein Kunstwerk.

Der Vergleich und ähnliche sprachliche Stilmittel

Der Vergleich kann, beispielsweise in einer Gedichtinterpretation, leicht mit dem Stilmittel Metapher verwechselt werden. In beiden Stilmitteln werden zwei Begriffe miteinander verknüpft, um Gemeinsamkeiten oder Unterschiede zwischen ihnen aufzuzeigen.

Was ist der Unterschied zwischen einer Metapher und einem Vergleich?

Du kannst die Stilmittel Vergleich und Metapher unterscheiden, indem du auf die Signalwörter achtest.

In einem Vergleich werden die Signalwörter als oder wie verwendet.

 

Stilmittel Vergleich Beispiel

In einer Metapher kommen keine Signalwörter vor. 

Stilmittel Metapher Beispiel

Häufig gestellte Fragen zum Thema Vergleich als Stilmittel

Ein Vergleich ist ein Stilmittel, das zum Beispiel oft in Gedichten vorkommt. In einem Vergleich werden Ähnlichkeiten oder Unterschiede zwischen zwei Personen dargestellt.

Die Bezeichnung bildhafter Vergleich unterstreicht, dass ein Vergleich bei den Leserinnen und Lesern oft Bilder und Assoziationen hervorruft.

Einen Vergleich kann man häufig an den Signalwörtern als und wie erkennen.

Vergleiche benutzt man oft im Alltag, sie kommen aber auch in literarischen Texten vor.

Zu einem Vergleich gehören immer zwei Begriffe, die miteinander verglichen werden, zum Beispiel zwei Tiere oder zwei Menschen.

In der Literatur unterscheidet man homogene und heterogene Vergleiche.

Im Unterschied zu einer Metapher werden in einem Vergleich in der Regel die Signalwörter als oder wie verwendet.

Ein Vergleich funktioniert durch die Verbindung zweier Begriffe, zum Beispiel: Achill ist stark wie ein Löwe.

Ein Vergleich kann einen Text anschaulicher wirken lassen. Auf diese Weise können sich die Leserinnen und Leser besser vorstellen, was beschrieben wird.

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