Der Quastenflosser im Überblick

  • Der Quastenflosser ist ein etwa zwei Meter langer Fisch, der ausschließlich in Höhlen tief unter der Meeresoberfläche im westlichen Indischen Ozean vorkommt.
  • Seit über 400 Millionen Jahren gibt es den Quastenflosser, den man auch als lebendes Fossil oder Brückentier bezeichnet.
  • Der Quastenflosser zählt zur Gruppe der Knochenfische, da Teile seines Skeletts verknöchert sind.
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Quelle sofatutor.com

Der Quastenflosser – Merkmale

Der Quastenflosser weist einige typische Merkmale eines Fisches auf. So lebt er im Wasser, besitzt Schuppen und Kiemen und bewegt sich mithilfe von Flossen fort. Doch die Flossen des Quastenflossers, insbesondere der Aufbau der Brust- und Bauchflossen, erinnern eher an Gliedmaßen von Landwirbeltieren als an Flossen von Fischen. Auch das Skelett des Quastenflossers ist besonders, denn es ist zum Teil verknöchert. Daher zählt er zur Gruppe der Knochenfische.

Auf der Abbildung kannst du die äußeren Merkmale eines Quastenflossers erkennen.

Der Quastenflosser

Die folgenden Fakten zum Steckbrief des Quastenflossers können zum Beispiel für ein Referat genutzt werden:

Steckbrief Quastenflosser
Zu welcher Gruppe gehört der Quastenflosser? Der Quastenflosser gehört zur Gruppe der Knochenfische.
Welche Größe kann ein Quastenflosser erreichen? Bis zu zwei Meter kann ein Quastenflosser werden.
Welches Gewicht kann ein Quastenflosser haben? Der Quastenflosser erreicht ein Gewicht von bis zu 100 Kilogramm.
Wo befindet sich der Lebensraum der Quastenflosser? Die Knochenfische leben in Höhlen am Meeresboden in mehreren Hundert Metern Tiefe. Sie kommen ausschließlich im westlichen Indischen Ozean vor den Komoren vor und sind noch nicht vollständig erforscht.
Was gehört zur Ernährung des Quastenflossers? Der Quastenflosser ernährt sich ausschließlich von anderen Fischen.
Wie findet die Fortpflanzung des Quastenflossers statt? Wahrscheinlich reifen die Jungen des Quastenflossers über etwa ein Jahr im Körper der Mutter in Eiern heran und werden dann lebend geboren.

Der Quastenflosser – lebendes Fossil und Brückentier

In der Biologie spielt der Quastenflosser eine wichtige Rolle. Die Entwicklung des Quastenflossers reicht über 400 Millionen Jahre zurück, das heißt, sie lebten bereits vor den Dinosauriern. Lange Zeit dachte man, der Knochenfisch sei ausgestorben, da man ihn nur durch Fossilfunde kannte. Im Jahr 1938 entdeckte man den Quastenflosser auch als lebende Art, die sich kaum zu den gefundenen Fossilien unterschied, weshalb man ihn als lebendes Fossil bezeichnet.

Ebenso wie zum Beispiel das Schnabeltier wird der Quastenflosser auch als sogenanntes Brückentier bezeichnet. Doch was versteht man darunter? Wie bereits erwähnt ähneln die Flossen des Quastenflossers weniger den Flossen anderer Fische als den Gliedmaßen von Landwirbeltieren. Quastenflosser bewegen sich zwar ausschließlich im Wasser fort, jedoch üben sie mit ihren Flossen den sogenannten Vierfüßertakt aus, wie man es vom Gang eines Landwirbeltiers kennt. Daran kann man die Entwicklung von Fischen zu Amphibien nachvollziehen. Aus diesem Grund spielt der Quastenflosser eine wichtige Rolle in der Evolutionsbiologie und wird, da er Merkmale von zwei Wirbeltierklassen aufweist, als Brückentier bezeichnet.

Warum überlebte der Quastenflosser über 400 Millionen Jahre, während viele andere Arten ausstarben? Für den Quastenflosser gab es nie eine ernsthafte Bedrohung. Er lebt in einem konstanten Lebensraum tief unter der Wasseroberfläche, wo es kaum zu Veränderungen durch das Klima oder durch Naturkatastrophen kommt. Zudem haben sie kaum Konkurrenz oder Feinde.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Quastenflosser

Da der Quastenflosser in einem stabilen Lebensraum lebt, in dem er sich nicht an Veränderungen anpassen muss, hat sich der Knochenfisch über die Millionen Jahre kaum weiterentwickelt.

Aufgrund seiner Merkmale und Eigenschaften wird der Quastenflosser zu den Brückentieren gezählt. Brückentiere werden auch als lebende Fossilien bezeichnet und tragen die Merkmale verschiedener Tierklassen in sich. Lange Zeit wurde der Quastenflosser für ausgestorben gehalten und es waren nur Fossilfunde bekannt. Erst 1938 wurde die lebende Art entdeckt.

Quastenflosser können bis zu zwei Meter lang werden.

Ein Quastenflosser ist ein Knochenfisch.

Der Quastenflosser fällt durch seine Größe und sein Gewicht auf. Zudem sind Teile seines Skeletts verknöchert und die Flossen erinnern an Gliedmaßen von Landwirbeltieren.

Dinosaurier sind eine Gruppe von Landwirbeltieren, demnach gehört der im Wasser lebende Quastenflosser nicht zu ihnen. Dinosaurier werden zur Klasse der Reptilien gezählt, der Quastenflosser weist hingegen Merkmale von Fischen und Amphibien auf. Jedoch war er ein Zeitgenosse der Dinosaurier, der schon etwa 150 Millionen Jahre vor ihnen existierte und bis heute überlebt hat.