Blei im Überblick

  • Im Periodensystem der Elemente steht Blei in der IV. Hauptgruppe und der sechsten Periode. Blei ist ein weiches, aber schweres Metall.

  • Das Element Blei liegt unter Normalbedingungen als Feststoff vor. Blei hat in der Chemie die Abkürzung bzw. das Symbol Pb im Periodensystem. Pb steht für Plumbum, die lateinische Bezeichnung für Blei.

  • Blei ist giftig für den menschlichen Körper. Blei im Körper kann große Schäden im Nervensystem, Herz-Kreislauf-System, Verdauungssystem und vielen weiteren Organen verursachen. Eine Bleivergiftung kann also ernsthafte gesundheitliche Probleme zur Folge haben.
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Quelle sofatutor.com

Blei – Steckbrief

Das Element Blei besitzt auf atomarer Ebene sechs Elektronenschalen mit insgesamt 82 Elektronen, davon vier Valenzelektronen. In Verbindungen bildet Blei zwei- oder vierwertige positive Ionen.

In der folgenden Tabelle sind die wichtigsten chemisch-physikalischen Eigenschaften von Blei aufgeführt:

Eigenschaft Wert
Aggregatzustand fest
Farbe blau-grau, glänzend
molare Masse 207,2 g/mol
Ordnungszahl 82
chemisches Zeichen Pb
Dichte 11,34 g/cm3
Aufgrund der hohen Dichte gehört Blei zu den Schwermetallen.
Härte 1,5 auf der Mohs-Skala. Blei ist sehr weich und gut zu schneiden.
Schmelzpunkt 327 °C
Siedepunkt 1744 °C

Blei – Reaktionen

In diesem Abschnitt werden für Blei typische chemische Reaktionen betrachtet. Die meisten Bleiverbindungen sind Bleisalze, die Bindungspartner gehen also eine Ionenbindung ein. In der Tabelle sind einige Reaktionen von Blei mit Formeln aufgelistet:

Reaktionspartner Reaktion
Sauerstoff: Blei oxidiert mit Sauerstoff O2. Dabei bildet sich eine Schutzschicht, die eine weitere Oxidation verhindert. Die Oxidation bewirkt ein Anlaufen des Bleis. 2Pb + O2 → 2PbO
Wasser: Sauerstoffhaltiges Wasser reagiert mit Blei zum giftigen Bleihydroxid Pb(OH)2. Deshalb sind Bleileitungen für Trinkwasser mittlerweile verboten. 2Pb + O2 + 2H2O → 2Pb(OH)2
Säuren und Laugen: In den meisten Säuren löst sich Blei nicht auf, da wie bei der Oxidation eine Schutzschicht gebildet wird. In Salpetersäure HNO3 löst sich Blei vollständig auf. In vielen Laugen löst sich Blei sehr langsam auf. Pb + 4HNO3 → Pb(NO3)2 + 2NO2 + 6H2O

Der Nachweis von Blei bzw. Bleiionen erfolgt über Bleiiodid oder Bleichromat. Diese Verbindungen bilden einen gelben Niederschlag, der das Vorhandensein von Blei oder Bleiverbindungen anzeigt.

Blei – Vorkommen

Blei ist in der Erdkruste in Form vieler Bleierze zu finden. Das bedeutendste Bleierz ist die schwefelhaltige Verbindung Bleiglanz oder Galenit \ce{PbS}. Galenit ist der Ausgangsstoff für die technische Gewinnung von Blei.

Blei – Herstellung

Die Bleigewinnung aus Galenit läuft in zwei Stufen ab: dem Röstprozess und der anschließenden Reduktion mit Kohle:

Röstprozess: 

2PbS + O_2 \rightarrow 2PbO + 2SO_2

Reduktion:

2PbO + C \rightarrow 2Pb + CO_2

Das so gewonnene Blei enthält noch viele metallische Verunreinigungen, die durch Elektrolyse entfernt werden. Übrig bleibt das reine Blei.

Verwendung von Blei

In der Industrie und Chemie gibt es für Blei zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten:

  • In Bleiakkus, z. B. Autobatterien
  • Früher in Form von Bleilegierungen in Druckplatten
  • Als Strahlenschutz in Form von Bleiplatten in der Medizin
  • Bleikugeln als Projektile in Waffen
  • In der Vergangenheit in Leitungsrohren für Wasser

Häufig gestellte Fragen zum Thema Blei

Ja, Blei ist ein Metall. Es zählt zu den Schwermetallen.

Blei ist ein Element und steht im Periodensystem der Elemente in der IV. Hauptgruppe und der 6. Periode.

Blei hat eine Dichte von 11,34 g/cm^3.

Blei brennt unter Normalbedingungen nicht.

Blei ist giftig für den menschlichen Körper. Blei im Körper kann große Schäden im Nervensystem, Herz-Kreislauf-System, Verdauungssystem und vielen weiteren Organen verursachen. Eine Bleivergiftung kann also ernsthafte gesundheitliche Probleme zur Folge haben.

Blei schmilzt bei 327 °C.