Iod – Chemie, Verwendung und Eigenschaften

Lerne alles über Iod: ein Halogen, wichtiges Spurenelement und Bestandteil von Thyroxin. Entdecke Iodverbindungen und die Iod-Stärke-Reaktion. Iod wird in Medizin, Nuklearmedizin, Fotografie und mehr verwendet. Interessiert? Dies und vieles mehr findest du im folgenden Text!

Inhaltsverzeichnis zum Thema Iod

Das Quiz zum Thema: Iod

Welche Farbe haben die Ioddämpfe in gasförmigem Zustand?

Frage 1 von 5

Welche Ionen entstehen, wenn Iod mit Metallen reagiert?

Frage 2 von 5

In welchem Zustand liegt elementares Iod unter Normalbedingungen vor?

Frage 3 von 5

Wozu wird in der Medizin eine flüssige Iodlösung verwendet?

Frage 4 von 5

Welche chemische Reaktion dient zum Nachweis von Iod bzw. Stärke?

Frage 5 von 5

Iod im Überblick

  • Im Periodensystem der Elemente steht Iod in der VII. Hauptgruppe und der fünften Periode. Es handelt sich um ein Halogen und Nichtmetall.

  • Elementares Iod liegt unter Normalbedingungen als Feststoff vor. Das chemische Formelzeichen für Iod ist I.
  • Iod ist ein wichtiges Spurenelement in der Ernährung und wird in der Schilddrüse zur Produktion des Hormons Thyroxin benötigt.
  • Jod oder Iod?: Die wissenschaftliche Schreibweise lautet Iod. In der deutschen Umgangssprache hat sich die Schreibweise Jod durchgesetzt.
Iod: Lernvideo

Quelle sofatutor.com

Iod – Steckbrief

Das Element Iod besitzt auf atomarer Ebene fünf Elektronenschalen mit insgesamt 53 Elektronen, davon sieben Außenelektronen. Dem Iod fehlt also nur ein Elektron, um den Edelgaszustand zu erreichen. Im gasförmigen Zustand liegt Iod deshalb immer molekular vor und wird mit dem Symbol I2 abgekürzt. Die Reaktionsfähigkeit von Iod ist etwas geringer ausgeprägt als bei den anderen Halogenen.

In der folgenden Tabelle sind die wichtigsten chemisch-physikalischen Eigenschaften von Iod aufgeführt:

Eigenschaft Wert
Aggregatzustand fest, wird bei leichter Erwärmung gasförmig
Farbe grau-glänzend; als Gas: violette Dämpfe. Die Ioddämpfe können Vergiftungen hervorrufen. Sie reizen die Haut und die Atemwege.
Ordnungszahl 53
Elektronegativität 2,66
Molmasse/molare Masse (I2) 253,8 g/mol
Dichte 4,93 g/m3
Schmelztemperatur 114 °C
Siedetemperatur 185 °C
Feste Iodkristalle

Iodverbindungen

In diesem Abschnitt werden für Iod typische chemische Reaktionen betrachtet. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über einige Iodverbindungen in der Chemie.

Reaktionspartner Reaktion
Metalle: Iod reagiert mit vielen Metallen, dabei entstehen Iodide. Iodide enthalten Iodidionen mit der Formel I. Zum Beispiel mit Kalium K zum Kaliumiodid KI nach folgender Formel:
2 K + I2 → 2 KI
Wasserstoffgas: Mit Wasserstoff H2 reagiert Iod zu Iodwasserstoff HI. H2 + I2 → 2 HI

In Wasser ist Iod schlecht löslich. Besser lässt sich eine Iodlösung mit Alkohol herstellen. Diese flüssige Iodlösung trägt die Bezeichnung Iodtinktur und wird in der Medizin zur Desinfektion von Wunden eingesetzt.

Iod-Stärke-Reaktion

Die Iod-Stärke-Reaktion dient zum Nachweis von Iod bzw. Stärke. Eine Iod-Kaliumiodid-Lösung (lugolsche Lösung) wird auf eine stärkehaltige Probe aufgetragen. Dabei wird ein Iod-Stärke-Komplex gebildet, der durch Einlagerung der Iodmoleküle in die Helixstruktur der Stärke zu einer blauen Färbung führt.

Iod – Verwendung

Für den Menschen spielt Iod in der Medizin und Ernährung eine wichtige Rolle. In der Schilddrüse wird Iod benötigt, um das Hormon Thyroxin herzustellen. Thyroxin beschleunigt Stoffwechselprozesse. Liegt ein Iodmangel vor, beginnt die Schilddrüse zu wuchern und es bildet sich ein Kropf. Dem kann durch Aufnahme von iodiertem Speisesalz entgegengewirkt werden. Bei atomaren Unfällen oder Katastrophen besteht die Gefahr, dass sich radioaktives Iod in die Schilddrüse einlagert. Das kann durch die Einnahme von Iodtabletten verhindert werden.

Das radioaktive Iodisotop Iod-123 wird in der Nuklearmedizin bei verschiedenen bildgebenden Verfahren in der Diagnostik eingesetzt.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten von Iod oder Iodverbindungen finden sich in der Farbstoffindustrie und der Fotografie.

Iodbenzol ist eine flüssige Verbindung, die als Maßstab für die Brechungszahl von Mineralien verwendet wird.

Auch in der chemischen Analytik ist Iod ein unverzichtbarer Bestandteil, z. B. in der Iodometrie oder bei der Redoxtitration von Iod mit Natriumthiosulfat. Bei der Reaktion von Iod mit Thiosulfat entstehen Iodidionen. Das macht man sich bei der Entsorgung iodhaltiger Abfälle zunutze.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Iod

Iod ist ein chemisches Element der VII. Hauptgruppe. Es ist ein Halogen.

Die aus Iod gebildeten Ionen tragen die Bezeichnung Iodide.

Iod reagiert mit vielen Metallen, dabei entstehen Iodide. Iodide enthalten Iodidionen mit der Formel I.

Iod hat die Farbe grau-glänzend; als Gas: violette Dämpfe.

Iod ist nur sehr schwer und in geringen Mengen in Wasser löslich.

Es wird ein Iod-Stärke-Komplex gebildet, der durch Einlagerung der Iodmoleküle in die Helixstruktur der Stärke zu einer blauen Färbung führt.

Mit Iod-Kaliumiodid-Lösung kann Stärke nachgewiesen werden.

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