Zinn – Eigenschaften, Vorkommen, Herstellung

Erfahre alles über Zinn, ein weiches, silberglänzendes Schwermetall aus der IV. Hauptgruppe. Finde heraus, wie Zinn nachgewiesen wird und entdecke seine chemischen Verbindungen. Dies und vieles mehr findest du im folgenden Text!

Inhaltsverzeichnis zum Thema Zinn

Das Quiz zum Thema: Zinn

Wo steht Zinn im Periodensystem der Elemente?

Frage 1 von 5

Welche Oxidationsstufe nimmt Zinn meistens an?

Frage 2 von 5

Wie wird Zinn nachgewiesen?

Frage 3 von 5

Welche Verbindung entsteht, wenn Zinn mit Sauerstoff reagiert?

Frage 4 von 5

Welches ist das bedeutendste Zinnerz?

Frage 5 von 5

Zinn im Überblick

  • Im Periodensystem der Elemente steht Zinn in der IV. Hauptgruppe und der 5. Periode. Zinn ist ein Metall.
  • Das Elementsymbol für Zinn ist Sn.
  • Zinn ist ein sehr weiches, silberglänzendes Schwermetall.

Zinn: Lernvideo

Quelle sofatutor.com

Zinn – Steckbrief 

Zinn (Sn) hat die Ordnungszahl 50, verfügt also über 50 Elektronen, verteilt auf fünf Elektronenschalen. Da Zinn vier Außenelektronen besitzt, nimmt in Verbindungen Zinn meist die Wertigkeit +IV an. Es gibt auch Verbindungen, in denen Zinn die Oxidationsstufe +II besitzt. Weitere physikalisch-chemische Eigenschaften von Zinn sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Eigenschaft Wert
Farbe silberglänzend
Schmelztemperatur 232 °C
Siedetemperatur 2 601,85 °C
Dichte/spezifisches Gewicht 7,29 g/cm3
Mohs-Härte 1,5
Zinn ist ein sehr weiches Metall, das sehr leicht zu bearbeiten ist.

Zinn – Nachweis

Zum Nachweis von Zinn dient die sogenannte Leuchtprobe. Zunächst wird Wasserstoff durch die Reaktion von Zink mit Salzsäure erzeugt. Dieser reagiert mit Zinnionen. Nach Erhitzen der Probe zeigt sich eine Blaufärbung.

Zinn – Verbindungen

In diesem Abschnitt werden für Zinn typische chemische Reaktionen betrachtet. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Zinnverbindungen in der Chemie.

Reaktionspartner Reaktion
Halogene (Fluor, Brom, Chlor, Iod): Mit Halogenen reagiert Zinn zu Halogeniden. z. B. mit Chlor:
Sn + 2 Cl2 → SnCl4
Sauerstoff: Mit Sauerstoff reagiert Zinn zu Zinndioxid SnO2. Die Oxidation von Zinn verläuft nach folgender Gleichung:
Sn + O2 → SnO2

Zinn – Vorkommen und Herstellung

Der Anteil von Zinn in der Erdkruste ist mit 0,0035 % sehr gering. Das bedeutendste Zinnerz ist Zinnstein (Kassiterit). Chemisch betrachtet handelt es sich bei diesem Mineral um Zinndioxid.
Kassiterit wird auch zur Gewinnung von Zinn eingesetzt. Nach Zerkleinerung und Anreicherung wird Kassiterit mit Kohlenstoff reduziert:
SnO2 + C → Sn + CO2
Erhitzt man das so gewonnene Zinn knapp über die Schmelztemperatur, kann das reine Zinn abfließen.

Zinn – Verwendung

Aufgrund seiner Eigenschaften gibt es für Zinn vielfältige Anwendungsmöglichkeiten: Zinn bildet zusammen mit Kupfer die Legierung Bronze. Außerdem ist es Bestandteil vieler weiterer Legierungen. Auch die Legierung nordisches Gold enthält einen geringen Anteil Zinn. Als nordisches Gold wird die Legierung bezeichnet, aus der goldfarbene Euromünzen gefertigt werden.
Außerdem wird es zur Produktion von Weißblech durch das Verzinnen von Eisenblech verwendet. Aus Weißblech werden z. B. Konservendosen hergestellt.
Es wird als Bestandteil von Lötzinn, als Stabilisator im PVC (Polyvinylchlorid) und zur Herstellung von Orgelpfeifen verwendet. Organische Zinnverbindungen werden zudem in der Landwirtschaft als Fungizide eingesetzt.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Zinn

Zinn ist ein chemisches Element aus der IV. Hauptgruppe und der 5. Periode im Periodensystem der Elemente. Zinn gehört zu den Metallen.

Ja, Zinn wird zu den Metallen gezählt.

Reines Zinn und die meisten Zinnverbindungen sind nicht giftig. Nur sehr wenige Zinnverbindungen weisen eine Toxizität auf.

Wie alle Metalle leitet Zinn den elektrischen Strom.

Zinn ist ein silberglänzendes Metall.

Aufgrund seiner Eigenschaften gibt es viele Anwendungsmöglichkeiten für Zinn, hauptsächlich als Bestandteil von Legierungen, z. B. im Orgelbau, in Konservendosen und als Lötzinn.

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