Mahatma Gandhi – Steckbrief

Entdecke das Leben und Wirken des indischen Freiheitskämpfers Mahatma Gandhi (1869–1948). Von seiner Kindheit bis zu seinen berühmten Protestaktionen gegen die Kolonialherrschaft Großbritanniens. Dies und vieles mehr findest du im folgenden Text.

Inhaltsverzeichnis zum Thema Mahatma Gandhi – Steckbrief

Das Quiz zum Thema: Mahatma Gandhi Steckbrief

Wann wurde Mahatma Gandhi ermordet?

Frage 1 von 5

Welche Religion hatte Mahatma Gandhi?

Frage 2 von 5

Was war Mahatma Gandhis Beruf?

Frage 3 von 5

Wo wurde Mahatma Gandhi geboren?

Frage 4 von 5

Welche bedeutsame Aktion führte Mahatma Gandhi im Jahr 1930 durch?

Frage 5 von 5

Mahatma Gandhis Steckbrief im Überblick

  • Mahatma Gandhi (1869–1948) war ein indischer Protestkämpfer, der sich für die Rechte und Freiheiten der indischen Bevölkerung einsetzte.
  • Gandhi gilt als Wegbereiter der Freiheits- und Unabhängigkeitsbewegung Indiens gegen die Kolonialherrschaft Großbritanniens.
  • Viele Jahre lebte Gandhi in Südafrika, wo er sich für die verarmten indischen Einwanderinnen und Einwanderer einsetzte.
  • Bekannt wurde der Freiheitskämpfer durch seine friedlichen Protestaktionen. So trat Mahatma Gandhi in den 1930er- und 1940er-Jahren mehrfach in den Hungerstreik.

  • Die Biografie Mahatma Gandhis inspirierte viele Menschen dazu, sich auch für Ideale wie Freiheit und Chancengleichheit einzusetzen.
Mahatma Gandhi: Lernvideo

Quelle sofatutor.com

Mahatma Gandhi – Lebenslauf

Vielleicht hast du im Geschichtsunterricht bereits von dem indischen Freiheitskämpfer Mahatma Gandhi gehört. Falls du eine Präsentation über Mahatma Gandhi gestalten möchtest, können dir die folgenden Informationen zum Leben und Wirken Gandhis vermutlich weiterhelfen.

Porträt von Mahatma Gandhi

Mahatma Gandhi wurde als Mohandas Karamchand Gandhi am 2. Oktober 1869 in Gujarat (Indien) geboren. Er gilt als bedeutender politischer Aktivist, der schon in jungen Jahren für die Freiheit seiner Heimat kämpfte. Obwohl er zur höchsten gesellschaftlichen Schicht, der Kaste der Brahmanen, gehörte, setzte er sich Zeit seines Lebens für die schwächeren Mitglieder der indischen Gesellschaft ein. Sie verliehen ihm den Namen „Mahatma“, ein Wort aus dem Sanskrit, einer altindischen Literatur- und Gelehrtensprache. Es bedeutet so viel wie große Seele.

Zur Zeit Gandhis war Indien Teil der britischen Kolonialmacht und strebte nach Unabhängigkeit. Dieses Ziel verfolgte der Protestkämpfer Gandhi vehement, jedoch stets mit friedlichen Mitteln. Zu seinen berühmt gewordenen Aktionen zählen viele Sitz- und Hungerstreiks, die er teilweise in Gefangenschaft verbrachte, und der sogenannte Salzmarsch

Gandhis Salzmarsch

Bei dieser politischen Kampagne zog Mahatma Gandhi im Jahr 1930 mit vielen Anhängerinnen und Anhängern auf einer Strecke von fast 400 Kilometern bis ans Arabische Meer, um sich gegen die Salzsteuer und das Salzmonopol der britischen Kolonialmacht zu wehren. Am Ziel dieser langen und sehr beschwerlichen Reise lernten die Inderinnen und Inder, wie sie selbst aus dem Salzwasser des Meers Salz gewinnen konnten, und machten sich auf diese Weise vom britischen Einfluss unabhängig. Diese Aktion war ein sehr wichtiger Schritt auf dem Weg zur Unabhängigkeit Indiens, die schließlich im Jahr 1947, kurz vor Gandhis Ermordung durch ein Attentat am 30. Januar 1948 im Birla House (Indien), erreicht wurde.

Gandhis Zeit in Südafrika

Von etwa 1893 bis 1915 lebte Mahatma Gandhi abwechselnd in Südafrika und Indien und führte sein in Indien begonnenes politisches Engagement fort. Bevor er nach Südafrika aufbrach, hatte er sein Studium in den Rechtswissenschaften in London beendet und für zwei Jahre als Rechtsanwalt in Bombay gearbeitet.

Da er die in Südafrika vorherrschende Rassendiskriminierung oft auch am eigenen Leib erfahren musste, engagierte sich Gandhi zunehmend für die dort lebende indische Minderheit und mischte sich in die bestehenden politischen Konflikte ein, was er wiederum mit körperlichen Misshandlungen bezahlen musste.

Gandhis Religion und Lebensphilosophie

Mahatma Gandhi war, wie viele Inderinnen und Inder, Anhänger des Hinduismus. Seine politischen wie auch religiösen Vorstellungen griffen daher oft ineinander und sind nicht strikt voneinander zu trennen. Hinduistische Werte wie Wahrheit (satya) und Gewaltlosigkeit (ahimsa) begleiteten auch sein politisches Schaffen. Auch Vorstellungen und Idealen anderer Weltreligionen, wie beispielsweise der christlichen Nächstenliebe, stand Gandhi offen gegenüber.

Sein Glaube hatte auch einen starken Einfluss auf die eigene Familie und individuelle Lebensgeschichte: Bereits im jungen Alter von 13 Jahren wurde Mahatma Gandhi mit seiner Frau Kasturba Makthaji verheiratet und hatte mit ihr fünf Kinder, von denen eins kurz nach der Geburt verstarb. Unüblich zu dieser Zeit war es, dass auch Gandhis Frau sich politisch engagierte. Bereits 1906, nach der Geburt seines letzten Kinds, legte er ein Gelübde der sexuellen Enthaltsamkeit ab.

Außerdem trank Mahatma Gandhi keinen Alkohol und verzichtete auf Fleisch, lebte also vegetarisch bzw. vegan. Als er zum Studium nach London aufbrach, musste er vor einem Gericht schwören, sich an die Lehren des Hinduismus zu halten. Trotz seines Versprechens wurde ihm bei der Ausreise die Kastenzugehörigkeit entzogen und er lebte fortan als Kastenloser.

Mahatma Gandhi – tabellarische Übersicht

Möchtest du für die Schule einen kurzen Steckbrief über Mahatma Gandhi verfassen, kannst du dich an der folgenden Übersicht orientieren. Die Informationen aus dem vorherigen Abschnitt zum Lebenslauf Mahatma Gandhis werden so noch einmal in einer Tabelle dargestellt.

Name Mahatma Gandhi (Mahatma = große Seele)
Geburtsname Mohandas Karamchand Gandhi
Geburtstag und -ort 2.10.1869 in Gujarat (Indien)
Todestag und -ort 30.01.1948 im Birla House (Indien)
Beruf Rechtsanwalt, Friedensaktivist, Bürgerrechtler, Autor und Philosoph
Familie Kasturba Makthaji (Ehefrau)
Harilal Gandhi, Devdas Gandhi, Manilal Gandhi, Ramdas Gandhi (Kinder)
Religion Hinduismus
wichtige Ereignisse Heirat (1882), Salzmarsch (1930), Unabhängigkeit Indiens (1947), Ermordung durch Attentat (1948)

Nun solltest du für ein Referat über Mahatma Gandhi gut vorbereitet sein. Antworten zu Detailfragen kannst du auch dem nachstehenden FAQ entnehmen.

Mahatma Gandhi – Zitate und Sprüche

Abschließend enthält die folgende Liste noch ein paar berühmte Zitate und Sprüche, die Mahatma Gandhi gesagt haben soll.

  • „Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg.“
  • „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“
  • „Wo Liebe wächst, gedeiht Leben – wo Hass aufkommt, droht Untergang.“
  • „Auge um Auge – und die ganze Welt wird blind sein.“
  • „Gutes kann niemals aus Lüge und Gewalt entstehen.“
  • „Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft – vielmehr aus unbeugsamem Willen.“
  • „Das Geheimnis eines glücklichen Lebens liegt in der Entsagung.“
  • „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“

(Quelle: https://zitate.net/mahatma-gandhi-zitate, abgerufen am 12.10.22 um 18:44 Uhr)

Häufig gestellte Fragen zum Thema Mahatma Gandhis Steckbrief

Mahatma Gandhi wurde am 30. Januar 1948 ermordet.

Gandhi war ein indischer Freiheitskämpfer, der sich u. a. für die Unabhängigkeit Indiens vom britischen Weltreich einsetzte. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen zu Mahatma Gandhi findest du im tabellarischen Lebenslauf oben im Text.

Von Beruf war Mahatma Gandhi Rechtsanwalt. Darüber hinaus trat er für die Rechte und Freiheiten der indischen Bevölkerung ein.

Der Protestkämpfer Mahatma Gandhi ist für viele ein Vorbild, weil er sich um das Wohlergehen seines eigenen Volkes kümmerte und keine Angst vor Bestrafungen zeigte. Allerdings gab es auch kritische Stimmen, die ihm selbst Rassismus vorwarfen, da er nichts gegen die Unterdrückung der Schwarzen hatte und diese als minderwertig gegenüber der indischen Bevölkerung ansah.

Mahatma Gandhi Todesursache war ein Attentat, das an ihm verübt wurde.

Mahatma Gandhi ist bis heute eine viel beachtete Figur der Geschichte, da er sich für hohe Ideale, wie Freiheit und Chancengleichheit der indischen Gesellschaft, einsetzte.

Er kämpfte vor allem für die Rechte und Freiheiten des indischen Volkes.

Zu seinen größten Errungenschaften zählt Gandhis friedliche Protestbewegung, die viele Inderinnen und Inder dazu inspirierte, politische Ziele durch einen gewaltfreien Widerstand zu erreichen.

Mahatma Gandhis Familie hat ihn 1882 im Alter von 13 Jahren mit Kasturba Makthaji verheiratet.

Mahatma Gandhi hatte fünf Kinder, wobei das erste kurz nach der Geburt starb.

Es ist fast unmöglich, alles zu nennen, was Gandhi im Einzelnen getan hat. Eine wichtige Initiative war der sogenannte Salzmarsch im Jahr 1930.

Gandhis Leben hatte für viele Menschen eine Vorbildfunktion, da er sich erfolgreich für die sozial und politisch Benachteiligten der indischen Gesellschaft einsetzte.

Gandhis Religion war der Hinduismus. Er stand aber auch anderen Glaubensrichtungen offen gegenüber.

Gandhi lehnte Gewalt strikt ab, trank keinen Alkohol und lebte vegetarisch bzw. vegan.

Mahatma Gandhis Geburtsort heißt Gujarat und liegt in Indien.

Gandhi galt als sehr schüchtern und hatte zunächst mit Problemen in der Schule zu kämpfen. Ihm gelang dennoch ein guter Schulabschluss und die Zulassung zur Universität. Auch die spätere Ausbildung Mahatma Gandhis als Rechtsanwalt in Mumbai scheiterte zunächst, bis er einen Studienplatz in England wahrnehmen durfte und später erfolgreich als Anwalt arbeiten konnte.

Ja, Gandhi war ein indischer Freiheitskämpfer.

Mahatma Gandhi übte Kritik am bestehenden gesellschaftlichen System Indiens und wollte durch seinen Protest Veränderungen bewirken.

Ja, Gandhi wehrte sich gegen jede Form von Gewalt.

Mahatma Gandhi hat die Welt dadurch verändert, dass er zu Protestaktionen aufrief und die Inderinnen und Inder in seinem Land sowie in Südafrika in die Unabhängigkeit führte.

Der Salzmarsch war eine von Gandhi angeführte politische Kampagne, die das Salzmonopol der britischen Kolonialmacht beendete und damit letztlich auch zur Unabhängigkeit Indiens führte. Das Ziel dieser Aktion war es, dass die Inderinnen und Inder lernten, wie sie selbst Salz aus dem Meerwasser gewinnen konnten. Auf diese Weise lehnten sie sich gegen die britische Übermacht auf.

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