Frankofonie – Definition, Organisation und Mitgliedsländer

Lerne, was die Frankofonie ausmacht und wie sie organisiert ist. Mit etwa 321 Millionen Sprechern weltweit ist die Frankofonie auf fünf Kontinenten präsent. Entdecke die kulturelle Vielfalt und die Rolle der Organisation internationale de la francophonie. Interessiert? Mehr dazu im folgenden Text!

Inhaltsverzeichnis zum Thema Frankofonie

Das Quiz zum Thema: Francophonie

Was ist die Frankofonie?

Frage 1 von 5

Wann wird der Internationale Tag der Frankophonie gefeiert?

Frage 2 von 5

Welche wichtige Organisation steht für die Frankofonie?

Frage 3 von 5

Welches Land ist die größte Provinz in Kanada und hat Französisch als einzige Amtssprache?

Frage 4 von 5

Wer prägte den Begriff "la francophonie" im Jahr 1880?

Frage 5 von 5

Frankofonie im Überblick

  • Die Frankofonie (la francophonie) bezeichnet allgemein die Gesamtheit der französischsprachigen Länder in der Welt.

  • Man geht davon aus, dass es weltweit etwa 321 Millionen frankophone Sprecherinnen und Sprecher gibt, die sich auf fünf Kontinente verteilen.

  • Institutionell betrachtet bezeichnet La Francophonie heute die Organisation internationale de la francophonie oder kurz OIF.

  • Zu den regelmäßigen Veranstaltungen gehören der Journée internationale de la francophonie am 20. März jeden Jahres sowie die Jeux de la francophonie (Kunst- und Sportwettbewerbe), die alle vier Jahre stattfinden.

Francophonie: Lernvideo

Quelle sofatutor.com

Frankofonie – einfach erklärt

Ganz allgemein versteht man unter dem Begriff Frankofonie alle Länder, in denen die Sprache Französisch ganz oder teilweise verwendet wird. Heute wird Französisch auf fünf Kontinenten der Welt gesprochen bzw. geschrieben.

Französisch auf fünf Kontinenten
Aspekte der Frankofonie Definition
sprachwissenschaftlich
(la francophonie)
Summe der frankophonen Menschen (Stand 2023: ca. 321 Mio.)
geografisch Staaten und Regionen, in denen Französisch eine offizielle Sprache ist
kulturell Sprachgemeinschaft, Zusammengehörigkeitsgefühl der französischsprachigen Menschen weltweit, Völkerverständigung und Kulturaustausch
institutionell
(la Francophonie)
ab 1970: Convention portant création de l’Agence de coopération culturelle et technique = ACCT
später: Organisation internationale de la Francophonie
(Organisation internationale de la francophonie = OIF)

Wenn das Wort Francophonie im Französischen am Anfang großgeschrieben wird, bezeichnet es demnach die Institution OIF, die heute aus 88 Mitgliedstaaten und teilnehmenden Regierungen besteht. Das entspricht 1,2 Milliarden Menschen, von denen ca. 321 Millionen als frankophon gelten (Stand: Januar 2023).

Neben dieser wichtigen Institution gibt es heute viele weitere private, staatliche und übernationale Organisationen und Vereine, deren vorrangiges Ziel in der Förderung der Frankofonie besteht, darunter z. B.:

  • UPF = Union internationale de la presse francophone
  • FIPF = Fédération internationale des professeurs de français

Geschichte der Frankofonie

Der französische Geograf Onésime Reclus (1837–1916) verwendete den Begriff la francophonie zum ersten Mal im Jahr 1880 und definiert diesen als „Gesamtheit der Völker und Menschengruppen, die Französisch sprechen“ (ensemble des peuples et des groupes humains qui parlent le français). Allerdings geriet dieser neu kreierte Ausdruck zunächst in Vergessenheit.

Durch den Schriftsteller und Politiker Léopold Sédar Senghor (1906–2001) wurde der Begriff wieder populär. Als dieser 1960 zum Präsidenten von Senegal gewählt wurde, beschäftigte er sich in den Folgejahren intensiv mit der Gestaltung einer französischsprachigen Gemeinschaft (communauté francophone), die für ihn weit über die senegalesischen Landesgrenzen hinausreichen sollte.

Diese Idee einer kulturellen Vereinigung sollte sich erst viel später auch institutionell verwirklichen. Bereits im Jahr 1970 wurde die erste frankophone Organisation ACCT gegründet. Aus dieser ging schließlich die Organisation internationale de la Francophonie (kurz: OIF) hervor. 

Heute existieren verschiedene Veranstaltungen, die zum kulturellen Austausch und zur Völkerverständigung beitragen sollen:

  • Jeux de la francophonie: Alle vier Jahre gibt es verschiedene Kunst- und Sportwettbewerbe in den frankophonen Ländern.
  • Journée internationale de la francophonie: Jedes Jahr am 20. März wird in den Mitgliedstaaten der OIF dieser Feiertag begangen, um die französische Sprache und die frankophone Kultur zu würdigen.
  • Sommet de la francophonie: Bei diesem Gipfeltreffen kommen die Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedsstaaten der OIF alle zwei Jahre zusammen.

Länder der Frankofonie – la francophonie dans le monde

Die folgende Karte der Frankofonie (carte de la francophonie) gibt einen Überblick über die Länder, in denen Französisch offiziell gesprochen bzw. geschrieben wird.

Carte francophonie

Anhand der Karte lässt sich erkennen, dass auch Inseln, wie z. B. Madagaskar, zur Frankofonie zählen. Zu den Ländern mit den meisten frankophonen Sprecherinnen und Sprechern gehören:

  • Frankreich,
  • Kanada,
  • Belgien und
  • die Schweiz.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Frankofonie

Unter Frankofonie versteht man allgemein alle Länder, in denen Französisch gesprochen wird. Zudem gibt es eine Organisation (Organisation internationale de la francophonie = OIF), die oftmals auch als Francophonie bezeichnet wird. Um diese beiden Konzepte voneinander abzugrenzen, wird im Französischen eine unterschiedliche Schreibweise verwendet: La francophonie benennt den französischen Sprachraum, während die Organisation der verschiedenen Länder als la Francophonie betitelt wird.

Ein frankophones Land ist ein Land, in dem Französisch gesprochen wird. Dazu zählen neben Frankreich beispielsweise Kanada, Belgien und die Schweiz.

In sehr vielen Ländern Afrikas ist Französisch eine Amtssprache, z. B. in Burkina Faso, im Kongo, in der Republik Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste) und im Senegal. Diese Gebiete zählen damit zur Frankofonie.

Insgesamt werden laut französischem Außenministerium 33 Länder auf fünf Kontinenten der Welt als frankophon bezeichnet (Stand: Februar 2020). Die Anzahl der Mitgliedstaaten in der OIF beträgt jedoch 88 individuell regierte Länder (Stand: Januar 2023).

Die Bezeichnung „la francophonie“ geht auf den französischen Geografen Onésime Reclus (1837–1916) zurück, der den Begriff Frankofonie in einer Definition im Jahr 1880 erstmals verwendete. Ab 1970 bildete sich die erste frankophone Organisation ACCT heraus, aus der später die Organisation internationale de la Francophonie (OIF) hervorging.

In Québec, der größten Provinz Kanadas, ist Französisch die einzige Amtssprache.

Seit 1969 hat Kanada offiziell zwei Amtssprachen: Englisch und Französisch. Die einzige Ausnahme bildet die Provinz Québec, in der nur Französisch eine offizielle Sprache ist.

Frankreich, Kanada, Belgien und die Schweiz sind die Länder der Frankofonie mit den meisten frankophonen Sprecherinnen und Sprechern. Ausgehend von ihrer Demografie sind die fünf größten französischsprachigen Länder aktuell die Demokratische Republik Kongo, Frankreich, Algerien, Marokko und die Republik Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste).

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