Die Karolingerzeit im Überblick

  • Die Karolinger waren ein Herrschergeschlecht im Mittelalter, das das Frankenreich regierte.

  • Das Karolingerreich war sehr groß und hatte Einfluss auf ganz Europa.
  • Die karolingische Zeit begann mit dem ersten König aus dem Hause der Karolinger, Pippin dem Jüngeren, Vater von Karl dem Großen.
  • Auf einem Zeitstrahl findest du die Zeit der Karolinger von 751 bis 987 n. u. Z. (nach unserer Zeitrechnung).
  • Karl der Große war der berühmteste Karolinger aus dem Stammbaum der Familie.
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Quelle sofatutor.com

Das karolingische Reich

Das Reich der Karolinger war das Frankenreich. Noch heute gibt es Franken als einen Teil von Bayern. Damals war das Frankenreich jedoch bedeutend größer und reichte im Norden an die Nordsee und den Ärmelkanal und im Süden bis an das Mittelmeer. 

Auf der Karte siehst du die Ausmaße des karolingischen Reichs.

Das Reich der Karolinger

Mit dem Ende der antiken Zeit (um 500 n. u. Z.) wurde das bis dahin weit ausgedehnte Römische Reich umgestaltet. Es bildeten sich drei neue Herrschaftsgebiete, von denen das mächtigste und größte das Frankenreich in Mittel- und Westeuropa war. Es wurde von verschiedenen Stämmen besiedelt. Selbst Wikinger drangen ab 830 gewaltsam in das Reich der Karolinger ein. 

Vor den Karolingern regierten die Merowinger, ebenfalls ein Herrschergeschlecht des Frankenreichs. Mit der Übernahme der Königswürde durch Pippin den Jüngeren im Jahr 751 gelangte das Frankenreich schließlich in die Hände der Karolinger. Pippins Nachfolger, sein Sohn Karl der Große, weitete das Reich noch weiter aus. Nach Karl dem Großen regierte sein einziger noch lebender Sohn Ludwig der Fromme über das Frankenreich.  

Im Jahr 843 wurde das Frankenreich in ein Westreich, ein Mittelreich und ein Ostreich geteilt und von drei Brüdern, den Söhnen des Karolingers Ludwig der Fromme, regiert.



Westfrankenreich Mittelfrankenreich Ostfrankenreich
Karl der Kahle Lothar Ludwig der Deutsche

Karl der Große – König und Kaiser aus dem Hause der Karolinger

Karl der Große war der Sohn von Pippin dem Jüngeren, dem ersten karolingischen König des Frankenreichs. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 768 wurde Karl der Große dessen Nachfolger und regierte 46 Jahre das Reich der Karolinger. Durch zahlreiche Eroberungszüge und Kriege erlangte das Reich unter seiner Führung große Macht und Einfluss in ganz Europa

Zur karolingischen Zeit war der christliche Glaube für die Menschen sehr bedeutsam. Als Karl der Große im Dezember 800 vom Papst in Rom zum Kaiser gekrönt wurde, war dies eine besondere Auszeichnung. Mit diesem Titel und dem Segen des Papstes sollte er das christliche Abendland und den christlichen Glauben schützen. Er war somit nicht nur für das Frankenreich, sondern für alle christlichen Länder Europas verantwortlich. 

Unter der Herrschaft von Karl erlebte Europa eine Modernisierung. Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst und Kultur erlebten zur Hochzeit der Karolinger einen Aufschwung, der ganz Europa erneuerte. Karl der Große wird aufgrund seiner Grundsteinlegung einer gemeinsamen Kultur auch als Vater Europas bezeichnet.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Karolingerzeit

Die Karolinger waren ein Herrschergeschlecht, das im Mittelalter das Frankenreich regierte.

Die Karolinger sind eine Familie, die von 751 bis 987 n. u. Z. das Frankenreich regierte.

Die Zeit der Karolinger war von 751 bis 987 n. u. Z.

Die Karolinger des Ostfrankenreichs starben 911 aus. Im Westfrankenreich endete die Herrschaft der Karolinger 987, als der letzte Karolinger Ludwig V. mit nur etwa 20 Jahren bei einem Jagdunfall den Tod fand. Er hinterließ keinen Erben.

Ludwig V. war der letzte Karolinger. Er war der Sohn von Lothar und starb bereits mit etwa 20 Jahren bei einem Unfall. Er hinterließ keinen Erben, weshalb es heute keine Nachkommen der Karolinger mehr gibt.

Als karolingisches Reich bezeichnet man das Frankenreich, das von den Karolingern beherrscht wurde.

Karl der Große war der berühmteste Karolinger. Er herrschte als König über das Frankenreich und als Kaiser über das gesamte christliche Abendland.

Die Zeit der Karolinger begann mit der Thronbesteigung von Pippin dem Jüngeren aus dem Hause der Karolinger. Er war der erste karolingische König des Frankenreichs.

Die Verwaltung eines so riesigen Gebietes wie das Frankenreich musste gut organisiert sein. Um das Land zu verwalten und zu regieren, reiste der König deshalb umher und lebte dann auf sogenannten Pfalzen. Dabei nahm er den gesamten Hofstaat (Stallgraf, Kämmerer, Schenk etc.) mit. Es gab aber auch königliche Amtsträger wie z. B. Grafen, die im Reich vor Ort nach dem Rechten schauten und den König bei Bedarf informierten.

Nach dem Tod von Karl dem Großen übernahm dessen einziger noch lebender Sohn Ludwig der Fromme die Herrschaft über das Frankenreich. Ludwigs Söhne gerieten in Streit um die Nachfolge der Herrschaft. Schließlich wurde das Karolingerreich in ein Westfrankenreich, ein Mittelreich und ein Ostfrankenreich aufgeteilt.